Friedrich Merz stellt die telefonische Krankschreibung infrage. Und: Gesundheitsministerin Nina Warken hat angekündigt, sie auf den Prüfstand zu stellen. Die MIT spricht sich schon lange dafür aus, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Denn die Kosten durch Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall sind ein ernstes Problem. Im Jahr 2024 beliefen sie sich auf 82 Milliarden Euro. Gleichzeitig weist Deutschland im internationalen Vergleich einen sehr hohen Krankenstand auf. „Die telefonische Krankschreibung gehört abgeschafft, weil wir sehen, dass die Krankheitskosten bei uns im Vergleich zu anderen explodieren“, meint unsere MIT-Bundesvorsitzende Gitta Connemann in der Sendung MEINUNGSSTARK mit Nena Brockhaus auf WELT. Denn dadurch werde nicht nur die sogenannte „Bettkantenentscheidung“, ob man sich am nächsten Tag krankmeldet, massiv erleichtert, sondern auch echte Notfälle, die eine persönliche Begutachtung durch einen Arzt erfordern, würden vernachlässigt.